Das richtige Glas
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Das richtige Champagnerglas

Sollte es ein “richtiges” Glas für Champagner geben, ist es von zwei massgeblichen Einflussfaktoren abhängig:

  • Die Unterstützung des Geschmackes und der Perlage
  • der optischen Präferenz.
  • Sektschalen
    Jeder wird sich noch an die Zeit der Sektschale erinnern, die noch heute in Mutterns Gläserschrank schlummert. Zwar sieht eine Schalen-Pyramide wunderbar aus und ist eindeutiger Beweis der Dekadenz von Champagner-Genuss (- kann mann hier von Genuss sprechen?). Aber unterstützend für einen wirklichen geschmacklichen Genuss darf man hiervon nicht erwarten.

Wichtig bei der Wahl des “richtigen” Glases ist die Bündelung der Perlage sehr wichtig. Bei einer coupe, einem breit auslaufendem Champagnerkelch ist die anhaltende Entwicklung der Perlen allerdings erschwert und verflüchtigt sich zu schnell - und genau dieses ist bei Champagner und prickelnden Schaumweinen das Wichtige! Der Wein verliert dadurch schnell an Finesse und verflacht zusehends. Auch die Nase und das Bouquet halten nicht ordentlich.

Die Flöte
Wesentlich besser geeignet ist die im frühen Italien entwickelte Fl
öte, ein langbauchiges Glas, welches sich im Laufe des 18. und 19. Jahrunderts als Champagnerglas durchgesetzt hat. Zwei besondere Eigenschaften haben diese Entwicklung unterstützt. Zum einen wird der Wein konzentriert auf eine schmale Oberfläche, so dass sich das Bouquet gut halten und fokussiert wahrgenommen werden kann. Zum anderen wird die Perlageentfaltung wesentlich besser und harmonischer dirigiert.

Dennoch ist die Flöte, mit wunderbaren Entwürfen der letzten Jahrhunderte wahrlich zu einem Kunstwerk stilisiert, nicht das perfekte Glas für Champagner und Schaumweine. Das Aroma an dser Oberfläche des Weines kann sich zu schnell verflüchtigen, da dass Glas nach oben geradlinig geöffnet ist und immer noch viel Raum für den Wein gibt.

Die Tulpe
Geeigneter ist daher die Tulpe, die nach oben hin wieder etwas schmäler wird und dadurch das Aroma im opberen Teil des Glases konzentrieren kann. Das gesamte Bouquet kann sich mit wunderbar aufsteigenden Blasen fein entwickeln.

Die Tulpenform gibt es auch in “extremer” eingeschlagener Form, bei welcher sich das obere Drittel des Glases konisch zuspitzt und somit die Nase und Säure festhält und eine konzentrierte Note abgibt. Nicht selten kommt es dabei aber auch zu einem gegenteiligen Effekt, da sich besonders nach dem frischen Einschenken ein zu starker Säureton durchsetzt und den ersten Duft eher zerstört als angenehm gestaltet. Danach ist jedoch purer Genuss angesagt!

Wie voll darf es sein?
Wichtig ist aber auch hier: Weniger ist mehr! Das Champagnerglas sollte nicht mehr als zur Hälfte gefüllt sein, denn sonst bleibt nicht genug Platz für die Aromastoffe zur Entwicklung und Ausbreitung. Der Champagner wird sonst regelrecht erdrückt.

Glasrand
Ebenfalls ist es nicht unwesentlich, dass das Glas einen feinen Rand und einen nicht wahrnehmbaren Eigengeschmack hat. Jeder kennt die wunderbaren maschinen-gepressten altglas-grünen Weingläser mit kräftigem wulstigen Rand, die sich im Sommer im Garten wunderbar in das rustikale Ambiente einpassen. Aber auch wie beim Weinschmeckt ein Champagner einfach besser und eleganter, unterstützt das Glas durch seine feine Form den ausgeprägten Charakter des Getränks.

Mousseunterstützung
Eine interessante Variante zur Unterstützung der Perlageentwicklung ist das Einätzen eines kleinen Punktes (oder Sternes) am Boden des Glases. Durch diese kleine raue Stelle am Boden, wird eine in allen Gläsern gleichmässige Entwicklung der Perlen unterstützt. Sollten Sie ein entsprechendes Glas zur Verfügung haben, machen sie den Vergleich. Nehmen sie den selben Champagner und zwei verschiedene Gläser mit und ohne geätztem Boden. Sie werden einen Unterschied in der Mousse erkennen!

Spülmittel
Ebenfalls eine Bitte an alle Champagnerfreunde: auch in Zeiten der Geschirrspülmaschinen sollte insbesondere das Champagnerglas von Hand gewaschen werden, bzw viel wichtiger, ohne Spülmittel! Der Grund dafür liegt in den feinen Mengen an Spülmittel, welches in vielen Fällen nicht ganz 100%-ig aus dem Glas entfernt werden kann. Ein kleiner Restbestand an Spülmittel (Lösungsmittel) aber tötet die Perlage und gibt dem Wein einen oft fadigen und metallischen / bitteren Geschmack. Das Genusserlebnis wird beeinträchtigt und lässt auf einen womöglich exquisiten Champagner ein schlechtes Licht scheinen. Spülen Sie daher die Champagnergläser lediglich mit warmen Wasser gründlich durch und trocknen sie im Anschluss mit einen sauberen Handtuch ab. Der Champagner wird es Ihnen entlohnen!

Nur Ihr Geschmack entscheidet...
Und last but not least sind Champagnergläser auch einem ästhetischem Empfinden nach auszuwählen. Dieses ist jedem Einzelnen überlassen und mag von minimalistisch schlicht bis zu extravagant ausstaffiert gehen. Ihrem Genuss muss das Design entsprechen. Denn vergessen Sie nie: Champagner ist Genuss pur!

 

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