Champagnerpreise
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Was macht den Preis bei Champagner aus?

Eigentlich sollte man nicht über den Preis bei Champagner sprechen, sondern ihn einfach nur geniessen ;-)

Aber es gibt ja schon ein paar klare Preisargumente...

- Die grossen Häuser müssen einen Grossteil der Trauben von kleinen Winzern hinzukaufen, da sie über ihre eigenen Weinberge nicht genug ernten können. Das kostet natürlich einiges. Der Traubenpreis für eine grand Cru Lage (100% Lage) lag im letzten Jahr in den meissten Gemeinden bei ca. 6,20 €. Für eine Flasche 0,75l Champagner braucht ein gutes Haus ca. 1,5kg Trauben. Da kommt schon alleine für den "Grundstoff" Traube rund 9 Euro zusammen.

- Die Herstellung von Champagner ist extremst aufwendig. 2 * wird Champagner vergährt (1. Mal für die Grundweine in Fässern, 2. Gährung für weiteren Alkohol, die Perlage und den richtigen Körper und Geschmack), Rütteln, Degorgieren, Nachlagerung, etc. kostet alles Zeit und Geld. Ohne jetzt lange darüber auszuschweifen, im Vergleich zu einem Rotkäppchensekt hat der Winzer in der Champagne schon "ein paar Tage" mehr für eine Flasche zu arbeiten...

- Champagner werden lange gelagert. Ein Standard Brut liegt mind. 15 Monate im Keller, ein Jahrgang mind. 36 Monate. Und davor gab es ja schon mind. 3 - 6 Monate Arbeit nach der Ernte. Bevor ein Champagner also wirklich "Marktreife" hat (kann man das so sagen???) sind schon minimal 2 Jahre nach der Ernte vergangen. Kostet viel Zeit.
Von der Assemblage (dem Verschneiden) von oftmals über 20 einzelnen Grundweinen zu einer Cuvée ganz zu schweigen. Dort sind oftmals auch verschiedene Reserve-Jahrgänge (3,4,5 Jahre alt oder mehr)genutzt, die auch wieder lange Vorlaufzeiten haben.

Ein Dom Perignon oder Bollinger Grande Année lagert dann auch mal mind. 7 Jahre, manchmal auch länger (ein Bollinger R.D. 10 Jahre). Das ist dann auch mehr, als ein kleiner unbekannter Winzerchampagner oder Standardtropfen a la Pommery. Kostet also auch wieder.

- Der Porsche der Winzer ist auch nicht gerade günstig im Unterhalt. Den über die ganze Zeit der Champagnerherstellung gerechnet macht auch wieder ein paar Euro pro Flasche aus  ;-)

- Bei den grossen Häusern kommt noch der ganze Aufwand für Marketing und die Shareholder dazu (LVMH Gruppe ist wohl eher an Cash und Financials denn an Bubbles interessiert...). Deswegen sind kleinere Häuser oder Winzerchampagner auch günstiger, weil sie über Direktimporte günstiger anbieten können und keine grossen Administrationskosten mitschleppen.

- Und dann natürlich das Prestige. Gehört sicherlich auch dazu. Man trinkt sicherlich lieber einen Bollinger als eine Veuve Monsigny von Aldi... Aber der kostet und schmeckt halt auch mind. drei mal so viel/gut wie der Aldi-Tropfen.

- Und last but not least... Beim Winzer bekommt man (auch in anderen Ländern) die Tropfen oftmals günstiger, als in Deutschland. Für jede Flasche Champagner kommen hier in Deutschland z.B. 1,02 € Schaumweinsteuer hinzu, Transportkosten nach D (ca. 0,50 bis 1,00 Euro pro Flasche), Einlagerung und Administration, Miete fürs Geschäft, Werbeflyer, Internetshop, und und und dazu, so dass der “günstigere” Champagner in Frankreich dann schon schnell im Preis gestiegen ist. Und etwas verdienen mag ein Händler dann ja auch.

 

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